Dienstag, 09. Juli 2019

Bojentausch ist Schwerstarbeit

Tauch-Sport-Club und DLRG tauschen gemeinsam Bojen und Verankerungen im Frei- und Seebad Fischbach aus.
Taucher im Bodensee hebt sich an Boot fest
Alexander Bernhardt mit der vorbereiteten Boje am DLRG-Boot.

Ein eher ungewöhnliches Bild hat sich den Badegästen des Frei- und Seebads Fischbach am ersten Juli-Wochenende geboten, als sich Taucher des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen und zwei Boote der DLRG am Badestrand auf ihren Einsatz vorbereiteten. In einer Gemeinschaftsaktion wurden einige Bojen im See an andere Positionen versetzt und einige Befestigungsketten ausgetauscht.

Initiiert wurde die Aktion von Christine Kirchner, Betriebsleiterin des See-und Freibads Fischbach, die die DLRG-Ortsgruppe Friedrichshafen um Unterstützung gebeten hatte. Organisiert wurde die Gemeinschaftsaktion von Jens Kaboth, Einsatzleiter der DLRG und von Christian Bernhardt vom Tauch-Sport-Club. Die DLRG unterstützte die Taucher mit zwei Booten, an denen die schweren Metallbojen zum Verlegen befestigt und an die neue Position gezogen wurden, nachdem die Taucher die Verankerungsketten der Bojen unter Wasser gelöst hatten. „Jedes Boot ist mit entsprechendem Werkzeug für die Arbeiten über und unter Wasser ausgestattet. Außerdem mit ausreichend Getränken, denn bei der Arbeit mit den Ketten über und vor allem unter Wasser müssen die Leute viel trinken, um nicht zu dehydrieren“, erklärt Jens Kaboth. „Die Bojen und deren Befestigungsketten sind unhandlich und unglaublich schwer“, ergänzt Christian Bernhardt, der selbst an drei Bojen und einem Badefloß zusammen mit seinem Sohn Alexander gearbeitet hat. „Gerade das Lösen der alten Bojenketten aus den Verankerungen am Seegrund – an den sogenannten Bojensteinen – und das Bergen der alten schweren Ketten war Schwerstarbeit", so Bernhardt. Teilweise mussten die Ketten unter Wasser sogar aufwendig mit einer Eisensäge aufgeschnitten werden.

Eine besondere Herausforderung für die Taucher: weitere Bojensteine am Seegrund im offenen Bodensee zu finden. Die Positionen von einigen Bojensteinen waren nicht markiert worden, so mussten sich die Taucher auf die Suche nach den Befestigungen der Bojen am Grund des Sees begeben. „Die Sicht unter Wasser ist derzeit sehr schlecht. Das Seegras beziehungsweise die Wasserpflanzen sind hoch gewachsen, das macht die Suche nach den Bojensteinen sehr schwierig", so Karl-Heinz Weltz, Abteilungsleiter des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen. Erst nach drei Stunden Suche wurden Karl-Heinz Weltz und sein Tauchpartner Dominik Hoffmann fündig und die vorgesehenen Bojen konnten ausgewechselt werden.

„Das ist toll, wie gut die DLRG mit dem Tauch-Sport-Club zusammenarbeitet und wie erfolgreich und gut das alles über die Bühne ging“, sagt Christine Kirchner und freut sich über den gelungenen Einsatz. „Wenn es über oder unter Wasser was zu tun gibt, dann rufen Sie uns an“, so Kaboth und Bernhardt. Christine Kirchners Antwort: „Das mache ich bestimmt.“

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